Farce am Hofgarten

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Wie soll die Bayreuther Stadthalle denn nun heißen, wenn sie nach erfolgter Sanierung ab 2020 in neuem Glanz erstrahlt? Mehr als 140 Vorschläge wurden bei einem Wettbewerb eingereicht, darunter Namen wie „Jean-Paul-Kulturzentrum“ oder „Franz-Liszt-Halle“. Eine vom Ältestenausschuss des Stadtrats beauftragte Jury entschied sich für die Variante „Forum am Hofgarten“ – allerdings ohne diesen Namen näher zu recherchieren. Sonst wäre sicher aufgefallen, dass in Günzburg bereits eine Halle diesen Namen trägt. Kaum war das Votum verkündet, setzte Protest ein. Während Bürger in Leserbriefen ihren Abschiedsschmerz von der Bezeichnung „Stadthalle“ kundtaten, kritisierten Stadträte die Verfahrensweise bei der Namensgebung. Ende November entschied der Ältestenausschuss, auch um rechtlichen Streit mit Günzburg zu vermeiden, auf den geplanten Namen zu verzichten.

Dabei droht die Frage nach dem Namen dringendere Probleme zu überschatten. Obgleich die Fertigstellung kaum mehr als zwei Jahre entfernt ist, ist die Frage nach dem inhaltlichen Konzept weiter offen. Noch ist völlig unklar, ob die Stadt die Halle wie bislang bevorzugt an Veranstalter vermieten will und sich aus der künstlerischen Konzeption weitgehend heraushält, oder ob ein Etat für eine künstlerische Intendanz geschaffen werden soll, der allerdings bei vergleichbaren Hallen schnell ein jährliches Budget von mehreren Millionen Euro umfasst. Die Zeit ist mehr als knapp: Bedenkt man, dass die Erstellung eines Programmkonzepts und die damit verbundene Buchung entsprechender Künstler einen Vorlauf von bis zu zwei Jahren erfordert, müsste ein möglicher Intendant eigentlich spätestens zu Beginn 2018 seine Arbeit aufnehmen. Doch davon ist man weit entfernt. Fortsetzung folgt.     –maj

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Dabei droht die Frage nach dem Namen dringendere Probleme zu überschatten. Obgleich die Fertigstellung kaum mehr als zwei Jahre entfernt ist, ist die Frage nach dem inhaltlichen Konzept weiter offen. Noch ist völlig unklar, ob die Stadt die Halle wie bislang bevorzugt an Veranstalter vermieten will und sich aus der künstlerischen Konzeption weitgehend heraushält, oder ob ein Etat für eine künstlerische Intendanz geschaffen werden soll, der allerdings bei vergleichbaren Hallen schnell ein jährliches Budget von mehreren Millionen Euro umfasst. Die Zeit ist mehr als knapp: Bedenkt man, dass die Erstellung eines Programmkonzepts und die damit verbundene Buchung entsprechender Künstler einen Vorlauf von bis zu zwei Jahren erfordert, müsste ein möglicher Intendant eigentlich spätestens zu Beginn 2018 seine Arbeit aufnehmen. Doch davon ist man weit entfernt. Fortsetzung folgt.     –maj

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