Viele kennen Helmfried von Lüttichau aus der Kultserie „Hubert und Staller“, in der er jahrelang an der Seite von Christian Tramitz alias Hubert den gemütlich-chaotischen Polizeiobermeister Staller spielte. Doch auch abseits des Fernsehens steht der Schauspieler seit vielen Jahren auf der Bühne.
Nach über 200 Shows in Deutschland und Österreich mit „plugged“, seinem ersten Soloprogramm, geht „Weil‘s raus muss“ an den Start. Der Ü60-Newcomer im Kabarett verbindet Humor und Leichtigkeit mit Lebenserfahrung und den Geschichten aus vier Jahren on tour. Persönlich, sympathisch und ganz ohne große Attitüde erzählt er von dem, was ihn bewegt.
Denn beim zweiten Programm wird’s bekanntlich schwierig: Für das erste hat man sein ganzes Leben Zeit, beim zweiten muss plötzlich alles schnell gehen. „Zur Eile angetrieben, macht er viele Fehler“, stand schließlich schon in seinem Schulzeugnis. Wie also das kreative Chaos im Kopf sortieren? Was muss rein, was muss raus? Ideen, Gedanken und Melodien schwirren von Lüttichau nur so durch den Kopf. Vielleicht mit eigenen Songs? Einer davon trägt den Titel „Wenn ich lache“. Oder er plaudert über heimlich gehörte Schlager der 1970er-Jahre, singt einen Protestsong oder ein lyrisches Liebeslied. Freimütig erzählt er vom Leben, vom Lieben und vom Älterwerden – und davon, wie er in Zukunft damit umgehen will. Mal todernst, mal ausgelassen, mal albern, mal nachdenklich. Hauptsache, am Ende bleibt etwas.
Helmfried von Lüttichau, ZENTRUM, 17.4., 20 Uhr
