Goodbye Lamperium

In der Bayreuther Gastronomie gibt es eine bedeutende Schließung. Das Lamperium in der Badstraße, bekannt für sein Konzept aus Bar, Musik, Kultur und Partys, hatte bereits seit dem 11. März seinen Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie eingestellt. Es wird definitiv nicht wieder geöffnet, wie Betreiber Oli Hauffe bayreuth4U mitteilte. „Für unser Konzept als reine Indoor-Bar- und Eventlocation sehe ich auf absehbare Zeit wenig Chancen. Viele unserer Gäste sind Studierende, und ich glaube nicht, dass im Herbst und Winter wieder ein normales Unisemester stattfinden kann. Mein Herz hängt total am Lamperium, aber die wirtschaftliche Vernunft hat sich am Ende durchgesetzt. Wir wollen und können uns nicht übernehmen.“ Vier Monate ohne Einnahmen bei laufenden Kosten gaben für Hauffe letztlich den Ausschlag. Geplant war eigentlich, das Lamperium weg von einer reinen Bar und Kneipe und in Richtung eines Clubs zu entwickeln und an die erfolgreichen Eventkonzepte wie Second Rage, Trap and Rave oder die Kommune Aftershowparty und weitere anzuknüpfen. Denn Hauffe ist sicher sicher: „Ich sehe nach wie vor den Bedarf für einen weiteren Club bei uns in der Bayreuther Innenstadt.“ Doch in Zeiten von Corona sei es für die Gastronomie schwieriger denn je, neue Ideen umzusetzen. 

Wie geht es nun weiter? Auch, wenn das Lamperium Geschichte ist, ist Oli Hauffe weiterhin voll in Sachen Gastronomie eingespannt. Der Lamperium Garden, ebenfalls in der Badstraße, bleibt weiterhin als Open-Air-Location geöffnet, zumindest noch einen Sommer lang. Am 30. September ist aber auch hier endgültig Schluss. „Das Konzept eines Cocktail-Gartens nehmen wir aber mit und integrieren es in die Lamperie.“ Dort in der Friedrichstraße, im großen Biergarten und im Wirtshaus läuft der Betrieb auch weiterhin ganz normal weiter, betont Hauffe: „Die Lamperie ist und bleibt unsere Basis.“ Hauffe denkt aber auch schon wieder über neue Konzepte nach. „Natürlich juckt es mich schon wieder und ich immer auf der Suche nach neuen Locations. Wir fanden es außerdem sehr schade, dass wir mit dem Lamperium gar keinen richtigen Abschied von unseren Gästen feiern konnten.  Vielleicht gibt es ja irgendwann noch ein Wiedersehen in Form einer Pop-Up-Bar irgendwo in Bayreuth.“

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