Drei Fragen an… Coco Sturm

In unserer Kurzinterview-Reihe sprechen wir mit betroffenen Bayreuther*innen über die aktuelle Situation. Heute: Cornelius „Coco“ Sturm (Musiker, Veranstalter und Betreiber des Kulturkiosks in der Wilhelminenaue).

Wie geht es dir?

Wunderbar, die Sonne lacht und ich bin zuversichtlich. Natürlich würde ich jetzt gerne am Kulturkiosk alles aufbauen und für die Gäste schön gestalten, aber im Moment haben wir ja nur den Strassenverkauf geöffnet und müssen die Leute befremdlicherweise bitten, nicht am Kiosk zu verweilen. Das geht natürlich etwas gegen den Strich, aber was solls, da müssen wir jetzt halt durch. Aber abgesehen von diesen seltsamen Zeiten gehts mir wirklich gut. Ich denke da eher an andere, die diese Krise ganz böse erwischt. 

Was machst du gerade?

Ich bin mit Ulla im Kulturkiosk und halte die Stellung. Die Leute freuen sich sehr, dass man wenigstens ein Eis für die Kids oder ein Getränk und/oder Wienerle im Brötchen für den Spaziergang an der frischen Luft bekommen kann. Bei den kurzen Begegnungen (die müssen ja alle weiterziehen) gibt es meist sehr freundliche, aufmunternde und gute Gespräche. Viele, die es grad böse beutelt, zeigen eine bemerkenswert starke Haltung und jammern nicht. Respekt dafür!

Wie geht es weiter?

Wie gesagt: Ich bin zuversichtlich, dass wir im Kleinen (der Kiosk) und im Großen (die Gesellschaft) diese Krise meistern werden. Angesichts der sich leicht positiv entwickelnden Zahlen hoffe ich, dass wir bald wieder mit Umsicht etwas mehr Freiheiten wagen können und vor allem die Wirtschaft nicht überfordern. Aber man darf natürlich nicht von heute auf morgen alles wieder auf den vorherigen Normalbetrieb stellen, sondern muss die Leute auch mit viel Eigenverantwortung in die Pflicht nehmen, die jetzt etablierten Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin zu beachten, bis wir Corona wirklich besiegt haben. Und das wird natürlich noch dauern…ich freue mich schon auf die ersten Konzerte, wenn diese wieder möglich sind.

Foto: Michael Keller

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