Drei Fragen an… Birgit Franz

In unserer Kurzinterview-Reihe sprechen wir mit betroffenen Bayreuther*innen über die aktuelle Situation. Heute: Birgit Franz von der Studiobühne Bayreuth.

Wie geht es dir?

Als Theatermensch will man ja spielen, proben, gestalten und das vor allem zusammen mit anderen kreativen Menschen. Und das ist natürlich zurzeit fast nicht möglich. So müsste es mir eigentlich schlecht gehen. Interessanterweise geht es mir aber gut. Ich bin gesund, in meiner Familie und meinem Freundeskreis gibt es noch keinen Infizierten. Ich genieße die freien Abende zuhause und übe mich in Gelassenheit und Dankbarkeit.

Was machst du gerade?

Ich telefoniere mit der Grafikerin, die die Postkarte für die „Momo“-Produktion layoutet. Danach bespreche ich per Mail mit der Ausstatterin die Kostümentwürfe. Es gibt viel in der Studiobühne zu tun: Seit letzter Woche sitzen wir in den Büroräumen mit zwei Meter Abstand und planen verschiedene „Notfallszenarien“ für die Sommerspiele, das ist natürlich nicht so toll… Gleichzeitig sammeln wir Ideen und planen die Stücke für die neue Saison, die ja für die Studiobühne eine Jubiläumssaison ist: 40 Jahre!

Wie geht es weiter?

Das kann ja keiner sagen. Ich merke nur, dass ein Leben ohne Theater-, Kino- und Konzertbesuchen, Chorproben, Sauna und Freunde treffen ganz schön ungewohnt ist und mir eigentlich nicht gefällt. Ich versuche, mich mit Yoga, Radfahren und Spaziergängen fit zu halten. Mein Ziel ist es, Ende April mit den Proben zu „Momo“ anzufangen und in diesem Sommer noch Premiere zu feiern. Träumen ist ja erlaubt, oder?

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