It’s cowtime

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Kunst & Bühne

Wie jeden Monat stellt euch Lena Wenz eine Kuh aus dem Projekt „it’s cowtime“ vor: 

Marieke wurde von Melanie Vogelei vom Lebenshof „Wilde Hilde“ beim Schlachter entdeckt. Dort stand sie zusammen mit anderen ausrangierten Holstein Kühen. Als ihre erste Freundin aus der Bucht zum Schlachten geholt wurde, sprang Marieke voller Panik förmlich in Melanies Arme, denn sie verstand die Welt nicht mehr. Melanie rief Jan und Karin von Hof Butenland an und fragte, ob sie diese arme 12-jährige Hochleistungskuh bei sich aufnehmen könnten. Zum Glück sagten Jan und Karin zu. So durfte Marieke am 15.3.2020 zusammen mit Melanie nach Hof Butenland in die Freiheit fahren.

Bis vor kurzem (noch vor Corona) lief der Film „Butenland“ in den Kinos. Ein wundervoller und sehr einfühlsamer Film von Marc Pierschel über das Kuhaltersheim „Hof Butenland“. Auf der Homepage ist nachzulesen:

„Ein Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde – Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint. Butenland erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die die Bedürfnisse der Tiere in den Mittelpunkt stellen, fernab von jeglichen wirtschaftlichen Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Das intime Porträt hält Momente des Glücks und der Trauer fest, hinterfragt den gegenwärtigen Status von Nutztieren in unserer Gesellschaft und lässt jeden berührt zurück.“

Ich durfte den Film nun schon zweimal ansehen und kann ihn nur von ganzem Herzen jedem empfehlen. Denn er zeigt auf, wie man auch auf andere Art und Weise mit Tieren zusammenleben und umgehen kann, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Hinzu kommen die unglaublich schönen und ästhetischen Kameraaufnahmen. Vollkommen zu Recht gewann der Film den Hofer Granitpreis bei den Hofer Filmfestspielen 2019. Marieke hat so ein Glück gehabt, dass sie auf Hof Butenland einziehen durfte. Sie kommt als erschöpfte 12-jährige Milchkuh zu den Butenländern. Über 100.000 Liter Milch musste sie geben – für einen Liter Milch muss eine Kuh ca. 500 Liter Blut durch ihr Euter strömen lassen. Diese Tiere sind auf Dauerhöchstleistung, ihr Herz pumpt am Tag 100.000 Liter Blut durch den Körper. Kein Wunder, dass Marieke erschöpft und ausgemergelt ist.

Neben weiteren Zuchtmodifikationen wie z.B. unnatürlich erweiterten Zitzenöffnungen, welche Bakterien nicht mehr effektiv abwehren können und aufgrund derer es oft zu sehr schmerzhaften Euterentzündungen kommt, haben diese Hochleistungskühe, welche nur auf das einzige Ziel hinaus gezüchtet sind, nämlich so viel Milch wie möglich zu geben, sind sie ebenso auf Brunst gezüchtet. Sie werden alle 21 Tage brünstig und das das ganze Jahr über. Bei Wildrindern hingegen ist die Brunst Jahreszeitenabhängig. Sie tritt nur einmal im Jahr im Herbst ein.

Leider ist Marieke nach einigen Tagen auf Hof Butenland aufgrund ihrer Brünstigkeit gestürzt. Seitdem humpelt sie stark und kann das Hinterbein nicht mehr belasten. Der herbeigerufene Tierarzt sagt, dass sie wahrscheinlich ein angebrochenes Becken hat ,weswegen die Butenländer sie nun die nächsten 2-3 Monate still halten sollen. Sie soll auch keine Schmerzmedikamente bekommen, damit sie sich nicht zu viel bewegt. Gerade bei einem Körper, der so auf Hochleistung ohne Rücksicht auf Verluste getrimmt ist, kann so eine Verletzung schwerwiegende Folgen haben. Die Prognose des Tierarztes ist jedoch vorsichtig positiv, dass es wieder gut verheilen kann. Leider können solche Unfälle bei der Brünstigkeit immer wieder vorkommen. Einige Lebenshöfe haben hierdurch schon eine Kuh verloren.

Tagesaktuelle Videos und Infos zu Hof Butenland findet ihr auf deren Facebook-Seite, Instagram oder Homepage.

Den Butenland Film könnt ihr HIER vorbestellen.

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Marieke wurde von Melanie Vogelei vom Lebenshof „Wilde Hilde“ beim Schlachter entdeckt. Dort stand sie zusammen mit anderen ausrangierten Holstein Kühen. Als ihre erste Freundin aus der Bucht zum Schlachten geholt wurde, sprang Marieke voller Panik förmlich in Melanies Arme, denn sie verstand die Welt nicht mehr. Melanie rief Jan und Karin von Hof Butenland an und fragte, ob sie diese arme 12-jährige Hochleistungskuh bei sich aufnehmen könnten. Zum Glück sagten Jan und Karin zu. So durfte Marieke am 15.3.2020 zusammen mit Melanie nach Hof Butenland in die Freiheit fahren.

Bis vor kurzem (noch vor Corona) lief der Film „Butenland“ in den Kinos. Ein wundervoller und sehr einfühlsamer Film von Marc Pierschel über das Kuhaltersheim „Hof Butenland“. Auf der Homepage ist nachzulesen:

„Ein Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde – Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint. Butenland erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die die Bedürfnisse der Tiere in den Mittelpunkt stellen, fernab von jeglichen wirtschaftlichen Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Das intime Porträt hält Momente des Glücks und der Trauer fest, hinterfragt den gegenwärtigen Status von Nutztieren in unserer Gesellschaft und lässt jeden berührt zurück.“

Ich durfte den Film nun schon zweimal ansehen und kann ihn nur von ganzem Herzen jedem empfehlen. Denn er zeigt auf, wie man auch auf andere Art und Weise mit Tieren zusammenleben und umgehen kann, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Hinzu kommen die unglaublich schönen und ästhetischen Kameraaufnahmen. Vollkommen zu Recht gewann der Film den Hofer Granitpreis bei den Hofer Filmfestspielen 2019. Marieke hat so ein Glück gehabt, dass sie auf Hof Butenland einziehen durfte. Sie kommt als erschöpfte 12-jährige Milchkuh zu den Butenländern. Über 100.000 Liter Milch musste sie geben – für einen Liter Milch muss eine Kuh ca. 500 Liter Blut durch ihr Euter strömen lassen. Diese Tiere sind auf Dauerhöchstleistung, ihr Herz pumpt am Tag 100.000 Liter Blut durch den Körper. Kein Wunder, dass Marieke erschöpft und ausgemergelt ist.

Neben weiteren Zuchtmodifikationen wie z.B. unnatürlich erweiterten Zitzenöffnungen, welche Bakterien nicht mehr effektiv abwehren können und aufgrund derer es oft zu sehr schmerzhaften Euterentzündungen kommt, haben diese Hochleistungskühe, welche nur auf das einzige Ziel hinaus gezüchtet sind, nämlich so viel Milch wie möglich zu geben, sind sie ebenso auf Brunst gezüchtet. Sie werden alle 21 Tage brünstig und das das ganze Jahr über. Bei Wildrindern hingegen ist die Brunst Jahreszeitenabhängig. Sie tritt nur einmal im Jahr im Herbst ein.

Leider ist Marieke nach einigen Tagen auf Hof Butenland aufgrund ihrer Brünstigkeit gestürzt. Seitdem humpelt sie stark und kann das Hinterbein nicht mehr belasten. Der herbeigerufene Tierarzt sagt, dass sie wahrscheinlich ein angebrochenes Becken hat ,weswegen die Butenländer sie nun die nächsten 2-3 Monate still halten sollen. Sie soll auch keine Schmerzmedikamente bekommen, damit sie sich nicht zu viel bewegt. Gerade bei einem Körper, der so auf Hochleistung ohne Rücksicht auf Verluste getrimmt ist, kann so eine Verletzung schwerwiegende Folgen haben. Die Prognose des Tierarztes ist jedoch vorsichtig positiv, dass es wieder gut verheilen kann. Leider können solche Unfälle bei der Brünstigkeit immer wieder vorkommen. Einige Lebenshöfe haben hierdurch schon eine Kuh verloren.

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