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Wecken wir den Heimathelden in uns oder: Warum es allen hilft, wenn wir unser Einkaufsverhalten ändern – Ein Appell 

Die neue (Einkaufs-)Welt ist einfach wunderbar. Man gebe bei google das Objekt der Kaufbegierde ein, wechsle beispielsweise auf Amazon, klicke ein, zwei Mal, bezahle mit  American Express und meist einen Tag später schon klingelt der Mann von UPS oder Amazon an der Haustür. Und wenn das T-Shirt zu klein, das Handy defekt oder das Design zu altmodisch ist, dann einfach wieder eintüten, ab zur Packstation und kostenlos retournieren. Der Weihnachtseinkauf heute ist also nur eine Sache von Minuten. Niemand braucht sich mehr ins Getümmel zu werfen, man braucht sich noch nicht einmal Gedanken zu machen, denn die Einkaufsgiganten dieser Welt machen ja gerne auch, natürlich ganz uneigennützig, Vorschläge, was man wem schenken kann oder soll. Nie war schenken einfacher…

Die Kehrseite der Medaille

Die neue Einkaufsherrlichkeit freilich hat auch ihre Schattenseiten. Denn mit jedem Euro, der online ausgegeben wird, wächst die Gefahr, dass die Geschäfte vor Ort vor die Hunde gehen. Das ist fürwahr keine neue, aber eine wichtige Erkenntnis. Aber sie verdeutlicht uns doch eines: Wir, alle zusammen, haben es in der Hand, wie sich unser Umfeld verändert. Beispiele? Mit dem Aufbau großer Supermärkte am Stadtrand sind auf den Dörfern reihenweise Bäckereien, Metzgereien, vor allem auch Tante-Emma-Läden geschlossen worden. Die Einführung der Geldautomaten hat das Sterben kleiner Bankfilialen vor Ort beflügelt. Sollten wir also die Supermärkte und Banken kritisieren? Nein, das wäre zu billig. Wir sollten uns lieber selbst an die Nase fassen. Denn allein die Tatsache, dass wir nicht mehr in die Bäckerei oder zum Metzger vor Ort gehen oder unser Geld nicht mehr in der kleinen Bankfiliale vor Ort holen, sondern am Automaten, der 24 Stunden lang geöffnet hat, sorgt für Veränderung. Wie gesagt: Es liegt an uns.

Die Macht der Konzerne

Ich mag es mir gar nicht ausmalen, wohin unser aller Bequemlichkeit langfristig führen könnte. Dörfer verkommen zu reinen Wohnstätten, Städte bluten aus bzw. werden immer uniformer, die Handelskonzerne werden immer mächtiger. Die Avocados, die tiefgefrorenen Garnelen und Hähnchen werden immer billiger, gleichzeitig werden die wenigen Bauern erstmals mit weniger als 5 Euro für ein Mastschwein und unter 30 Cent für den Liter Milch abgespeist. Eine Horrorvision? Hoffentlich. Aber leider zeigt der Weg aktuell genau in diese Richtung.

Zeit zum Handeln

Wir sind also an einem Punkt angelangt, der uns nachdenklich machen sollte. Weil wir, wie auch bei den Themen Klima, Mobilität und Natur- und Umweltschutz, endlich handeln müssen. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Lokal statt global

Beim Thema Einkaufen ist das so schwer nicht. Weil es, bezogen auf all die oben genannten Aspekte, einen sicheren Weg gibt, Vieles richtig zu machen: Indem wir lokal einkaufen.

  • Obst und Gemüse saisonal, auf dem Wochenmarkt, bei den heimischen Gärtnereien oder bevorzugt in den Supermärkten, die ihre Waren aus der Region beziehen. 
  • Fleisch am besten beim Metzger des Vertrauens, der nachweisen kann und wird, dass es aus der Region kommt, der seine Tiere artgerecht hält. Das lässt die Bauern (über-)leben, sorgt für kurze Transportwege und beschert in aller Regel gute Qualität, die freilich ihren Preis hat. Das Argument, dass sich nicht alle Menschen diese Qualität leisten können, darf man selbstredend nicht außen vor lassen. Aber erstens – so handhaben wir das längst zu Hause – muss ja nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller kommen. Und zweitens kann man, wenn’s in der Haushaltskasse klamm wird, durchaus auch mal in den Discounter. Es gibt schließlich keine Vorschriften für Wandel, nur diese eine Einsicht: je häufiger wir bewusst regional einkaufen, desto besser für uns alle. 
  • Brot, Kuchen, Torten und Kuchen sind die Spezialdisziplin der Bäcker und Konditoren. Wenn die eine Zukunft und regionale Vielfalt und traditionelle Handwerkskunst Bestand haben sollen, brauchen sie uns als Kunden. Sonst sind in ein paar Jahrzehnten Backautomaten beim Discounter die grausame Wirksamkeit, während Bäckerbrot zur teuren Luxusware wird.
  • Speisen: Besonders schwer haben es in Corona-Zeiten die Gastronomen. Restaurants, Kneipen, Bars und Clubs dürfen keine Gäste mehr empfangen, nur noch außer Haus liefern bzw. Speisen und Getränke zur Abholung anbieten. Die Stadt, Bayreuth4U und andere mehr haben Listen zusammengestellt, wo man was bestellen kann. Wer sichergehen will, dass sein Lieblingsrestaurant oder seine bevorzugte Kneipe auch nach der Corona-Pandemie noch am Leben ist und er/sie noch immer von dem/der netten Kellner/Kellnerin bedient wird, sollte sie gerade jetzt unterstützen. Einige Gastronomen bieten zudem Firmen alternative Konzepte für Weihnachtsfeiern in Coronazeiten an, führen eigene Shops ein, in denen Wild aus eigener Jagd angeboten wird oder bringen die Gans mit Klößen und Blaukraut an Weihnachten nach Hause. Georg Schmitt von der Sudpfanne war der erste, der vor 25 Jahren  in der Region einen solchen Gans-Lieferdienst eingeführt hat. 
  • Sonstige Lebensmittel: Schaut euch ruhig um, ihr werdet fündig werden! Das Schlaraffenland liegt direkt vor der Haustür. Eier, Milch, Ziegenkäse, Marmeladen, Honig, Pralinen, geräucherten Fisch, hausgemachtes Pesto, Lebkuchen, Mehl und vieles mehr gibt es von kleinen Produzenten vor Ort. Dankenswerterweise haben Stadt und Landkreis Bayreuth die Dachmarke Bayreuther Land geschaffen, die heimische Produzenten und ihre Erzeugnisse ins Rampenlicht rückt. Einfach mal reinschauen, ihr werdet staunen, was da so alles angeboten wird. https://bayreutherland.de/einkaufen/  
  • Getränke: Auch hier ist die Auswahl vor Ort so groß, dass es im Grunde keine Notwendigkeit gibt, auf den Online-Weinhandel zuzugreifen. Wir haben in Bayreuth tolle Weinfachgeschäfte, in denen man gut beraten wird und tolle Weine und Spirituosen kaufen kann. Und beim Thema Bier beneidet uns die Welt ohnehin um unsere regionale Vielfalt. Mehr Brauereien, mehr regionales Angebot und mehr Spitzenqualität als in Oberfranken geht nicht. Auch Säfte (Privatkelterei Lehen), Tees, frisch gerösteten Kaffee, Öle und anderes mehr findet man hier in großer Auswahl.
  • Sonstige Dienstleistungen: Auch zahlreiche Marktbeschicker und Schausteller sind in diesen Zeiten auf die Solidarität der Kunden angewiesen, weil sie ihr angestammtes Geschäft nicht mehr betreiben können, weil Märkte reihenweise abgesagt werden. Wer also seine Messer und Scheren schleifen lassen will, sollte mal die Seite www.messermo.de besuchen, wer noch Krippen, Birnchen, Stroh oder sonstige Weihnachtsdeko benötigt, kann auch mal bei www.korn-bayreuth.de nachschauen oder über Facebook das Mandeltaxi ansteuern, das Popcorn, gebrannte Mandel und mehr nach Hause bringt. Und wer den hiesigen Taxlern etwas Gutes tun will, legt einen Taxigutschein untern Weihnachtsbaum der Oma oder des Enkels.
  • Einzelhandel: Lokal einkaufen geht auch in den meisten anderen Branchen. Bücher, Konzerttickets, Bierseminare im Kreis von Freunden, Grillabende, Kochkurse, Herren- und Damenmode, Parfums, Lederwaren, Schmuck, Kunst – alles da. Und wenn tatsächlich mal etwas nicht auf Lager ist, helfen die Buchhändler und Konzertveranstalter, Juweliere und sonstigen Händler sicher gerne aus und beraten bereitwillig.

Stimmt schon, die Corona-Pandemie bedeutet für uns alle eine Herausforderung der besonderen Art. Unzählige Menschen weltweit sind gestorben oder (schwer) erkrankt. Viele Gewohnheiten mussten verändert werden. Unsere Freizeit, unsere Arbeitswelt, unser Leben –  alles hat sich massiv verändert, ebenso unser Blick auf „die“ Politik, die Bedeutung von Schule, Krankenhauswesen und Pflege. Und wir haben schmerzhaft erfahren müssen, dass es auf jeden einzelnen von uns ankommt, wenn wir gemeinsam eine Krise meistern wollen. Vielleicht hat uns diese Krise aber auch, bei allem Schlechten, gelehrt, unser Einkaufsverhalten ein stückweit zu überdenken. Wecken wir also den kleinen Heimathelden in uns. Kaufen wir lokal! Nicht, weil man das machen sollte, sondern weil’s Spaß macht.  

P.S. Wir als Verbraucher können uns übrigens auch häufiger outen. Indem wir das Thema aufgreifen, mit der Familie, bei der Arbeit oder im Freundeskreis diskutieren. Und beispielsweise unsere Facebookprofile anreichern durch eine Maske „Kauf lokal“. Die findet man, konzipiert vom Bayreuth Magazin, auf Facebook, indem man auf die kleine Kamera unter dem Profilbild und dann auf Profilbild erneuern klickt und in der Rubrik „Rahmen verwenden“ nach „Bayreuth kauf lokal“ sucht. Dann auf den Rahmen klicken und los. So schnell werden Helden gemacht…

 

Zur Person
Gert-Dieter Meier (64) ist seit mehr als 35 Jahren Journalist ­– vor allem im Bereich Kommunalpolitik und Kultur – unterwegs. Seit 1. Mai gehört er als Unabhängiger dem Bayreuther Stadtrat an. Für bayreuth4U beleuchtet Meier in seiner monatlichen Kolumne das Geschehen in Bayreuth.

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Die neue (Einkaufs-)Welt ist einfach wunderbar. Man gebe bei google das Objekt der Kaufbegierde ein, wechsle beispielsweise auf Amazon, klicke ein, zwei Mal, bezahle mit  American Express und meist einen Tag später schon klingelt der Mann von UPS oder Amazon an der Haustür. Und wenn das T-Shirt zu klein, das Handy defekt oder das Design zu altmodisch ist, dann einfach wieder eintüten, ab zur Packstation und kostenlos retournieren. Der Weihnachtseinkauf heute ist also nur eine Sache von Minuten. Niemand braucht sich mehr ins Getümmel zu werfen, man braucht sich noch nicht einmal Gedanken zu machen, denn die Einkaufsgiganten dieser Welt machen ja gerne auch, natürlich ganz uneigennützig, Vorschläge, was man wem schenken kann oder soll. Nie war schenken einfacher…

Die Kehrseite der Medaille

Die neue Einkaufsherrlichkeit freilich hat auch ihre Schattenseiten. Denn mit jedem Euro, der online ausgegeben wird, wächst die Gefahr, dass die Geschäfte vor Ort vor die Hunde gehen. Das ist fürwahr keine neue, aber eine wichtige Erkenntnis. Aber sie verdeutlicht uns doch eines: Wir, alle zusammen, haben es in der Hand, wie sich unser Umfeld verändert. Beispiele? Mit dem Aufbau großer Supermärkte am Stadtrand sind auf den Dörfern reihenweise Bäckereien, Metzgereien, vor allem auch Tante-Emma-Läden geschlossen worden. Die Einführung der Geldautomaten hat das Sterben kleiner Bankfilialen vor Ort beflügelt. Sollten wir also die Supermärkte und Banken kritisieren? Nein, das wäre zu billig. Wir sollten uns lieber selbst an die Nase fassen. Denn allein die Tatsache, dass wir nicht mehr in die Bäckerei oder zum Metzger vor Ort gehen oder unser Geld nicht mehr in der kleinen Bankfiliale vor Ort holen, sondern am Automaten, der 24 Stunden lang geöffnet hat, sorgt für Veränderung. Wie gesagt: Es liegt an uns.

Die Macht der Konzerne

Ich mag es mir gar nicht ausmalen, wohin unser aller Bequemlichkeit langfristig führen könnte. Dörfer verkommen zu reinen Wohnstätten, Städte bluten aus bzw. werden immer uniformer, die Handelskonzerne werden immer mächtiger. Die Avocados, die tiefgefrorenen Garnelen und Hähnchen werden immer billiger, gleichzeitig werden die wenigen Bauern erstmals mit weniger als 5 Euro für ein Mastschwein und unter 30 Cent für den Liter Milch abgespeist. Eine Horrorvision? Hoffentlich. Aber leider zeigt der Weg aktuell genau in diese Richtung.

Zeit zum Handeln

Wir sind also an einem Punkt angelangt, der uns nachdenklich machen sollte. Weil wir, wie auch bei den Themen Klima, Mobilität und Natur- und Umweltschutz, endlich handeln müssen. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Lokal statt global

Beim Thema Einkaufen ist das so schwer nicht. Weil es, bezogen auf all die oben genannten Aspekte, einen sicheren Weg gibt, Vieles richtig zu machen: Indem wir lokal einkaufen.

  • Obst und Gemüse saisonal, auf dem Wochenmarkt, bei den heimischen Gärtnereien oder bevorzugt in den Supermärkten, die ihre Waren aus der Region beziehen. 
  • Fleisch am besten beim Metzger des Vertrauens, der nachweisen kann und wird, dass es aus der Region kommt, der seine Tiere artgerecht hält. Das lässt die Bauern (über-)leben, sorgt für kurze Transportwege und beschert in aller Regel gute Qualität, die freilich ihren Preis hat. Das Argument, dass sich nicht alle Menschen diese Qualität leisten können, darf man selbstredend nicht außen vor lassen. Aber erstens – so handhaben wir das längst zu Hause – muss ja nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller kommen. Und zweitens kann man, wenn’s in der Haushaltskasse klamm wird, durchaus auch mal in den Discounter. Es gibt schließlich keine Vorschriften für Wandel, nur diese eine Einsicht: je häufiger wir bewusst regional einkaufen, desto besser für uns alle. 
  • Brot, Kuchen, Torten und Kuchen sind die Spezialdisziplin der Bäcker und Konditoren. Wenn die eine Zukunft und regionale Vielfalt und traditionelle Handwerkskunst Bestand haben sollen, brauchen sie uns als Kunden. Sonst sind in ein paar Jahrzehnten Backautomaten beim Discounter die grausame Wirksamkeit, während Bäckerbrot zur teuren Luxusware wird.
  • Speisen: Besonders schwer haben es in Corona-Zeiten die Gastronomen. Restaurants, Kneipen, Bars und Clubs dürfen keine Gäste mehr empfangen, nur noch außer Haus liefern bzw. Speisen und Getränke zur Abholung anbieten. Die Stadt, Bayreuth4U und andere mehr haben Listen zusammengestellt, wo man was bestellen kann. Wer sichergehen will, dass sein Lieblingsrestaurant oder seine bevorzugte Kneipe auch nach der Corona-Pandemie noch am Leben ist und er/sie noch immer von dem/der netten Kellner/Kellnerin bedient wird, sollte sie gerade jetzt unterstützen. Einige Gastronomen bieten zudem Firmen alternative Konzepte für Weihnachtsfeiern in Coronazeiten an, führen eigene Shops ein, in denen Wild aus eigener Jagd angeboten wird oder bringen die Gans mit Klößen und Blaukraut an Weihnachten nach Hause. Georg Schmitt von der Sudpfanne war der erste, der vor 25 Jahren  in der Region einen solchen Gans-Lieferdienst eingeführt hat. 
  • Sonstige Lebensmittel: Schaut euch ruhig um, ihr werdet fündig werden! Das Schlaraffenland liegt direkt vor der Haustür. Eier, Milch, Ziegenkäse, Marmeladen, Honig, Pralinen, geräucherten Fisch, hausgemachtes Pesto, Lebkuchen, Mehl und vieles mehr gibt es von kleinen Produzenten vor Ort. Dankenswerterweise haben Stadt und Landkreis Bayreuth die Dachmarke Bayreuther Land geschaffen, die heimische Produzenten und ihre Erzeugnisse ins Rampenlicht rückt. Einfach mal reinschauen, ihr werdet staunen, was da so alles angeboten wird. https://bayreutherland.de/einkaufen/  
  • Getränke: Auch hier ist die Auswahl vor Ort so groß, dass es im Grunde keine Notwendigkeit gibt, auf den Online-Weinhandel zuzugreifen. Wir haben in Bayreuth tolle Weinfachgeschäfte, in denen man gut beraten wird und tolle Weine und Spirituosen kaufen kann. Und beim Thema Bier beneidet uns die Welt ohnehin um unsere regionale Vielfalt. Mehr Brauereien, mehr regionales Angebot und mehr Spitzenqualität als in Oberfranken geht nicht. Auch Säfte (Privatkelterei Lehen), Tees, frisch gerösteten Kaffee, Öle und anderes mehr findet man hier in großer Auswahl.
  • Sonstige Dienstleistungen: Auch zahlreiche Marktbeschicker und Schausteller sind in diesen Zeiten auf die Solidarität der Kunden angewiesen, weil sie ihr angestammtes Geschäft nicht mehr betreiben können, weil Märkte reihenweise abgesagt werden. Wer also seine Messer und Scheren schleifen lassen will, sollte mal die Seite www.messermo.de besuchen, wer noch Krippen, Birnchen, Stroh oder sonstige Weihnachtsdeko benötigt, kann auch mal bei www.korn-bayreuth.de nachschauen oder über Facebook das Mandeltaxi ansteuern, das Popcorn, gebrannte Mandel und mehr nach Hause bringt. Und wer den hiesigen Taxlern etwas Gutes tun will, legt einen Taxigutschein untern Weihnachtsbaum der Oma oder des Enkels.
  • Einzelhandel: Lokal einkaufen geht auch in den meisten anderen Branchen. Bücher, Konzerttickets, Bierseminare im Kreis von Freunden, Grillabende, Kochkurse, Herren- und Damenmode, Parfums, Lederwaren, Schmuck, Kunst – alles da. Und wenn tatsächlich mal etwas nicht auf Lager ist, helfen die Buchhändler und Konzertveranstalter, Juweliere und sonstigen Händler sicher gerne aus und beraten bereitwillig.

Stimmt schon, die Corona-Pandemie bedeutet für uns alle eine Herausforderung der besonderen Art. Unzählige Menschen weltweit sind gestorben oder (schwer) erkrankt. Viele Gewohnheiten mussten verändert werden. Unsere Freizeit, unsere Arbeitswelt, unser Leben –  alles hat sich massiv verändert, ebenso unser Blick auf „die“ Politik, die Bedeutung von Schule, Krankenhauswesen und Pflege. Und wir haben schmerzhaft erfahren müssen, dass es auf jeden einzelnen von uns ankommt, wenn wir gemeinsam eine Krise meistern wollen. Vielleicht hat uns diese Krise aber auch, bei allem Schlechten, gelehrt, unser Einkaufsverhalten ein stückweit zu überdenken. Wecken wir also den kleinen Heimathelden in uns. Kaufen wir lokal! Nicht, weil man das machen sollte, sondern weil’s Spaß macht.  

P.S. Wir als Verbraucher können uns übrigens auch häufiger outen. Indem wir das Thema aufgreifen, mit der Familie, bei der Arbeit oder im Freundeskreis diskutieren. Und beispielsweise unsere Facebookprofile anreichern durch eine Maske „Kauf lokal“. Die findet man, konzipiert vom Bayreuth Magazin, auf Facebook, indem man auf die kleine Kamera unter dem Profilbild und dann auf Profilbild erneuern klickt und in der Rubrik „Rahmen verwenden“ nach „Bayreuth kauf lokal“ sucht. Dann auf den Rahmen klicken und los. So schnell werden Helden gemacht…

 

Zur Person
Gert-Dieter Meier (64) ist seit mehr als 35 Jahren Journalist ­– vor allem im Bereich Kommunalpolitik und Kultur – unterwegs. Seit 1. Mai gehört er als Unabhängiger dem Bayreuther Stadtrat an. Für bayreuth4U beleuchtet Meier in seiner monatlichen Kolumne das Geschehen in Bayreuth.

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