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Interview

Seit 19 Jahren organisiert Diplom-Kaufmann Dieter Scholl die Ausbildungs- und Studienmesse in der Oberfrankenhalle. Im Gespräch mit bayreuth4U erklärt er, warum gerade jetzt der Messe in der Oberfrankenhalle eine wichtige Funktion zukommt.

bayreuth4U: Viele Veranstaltungen konnten in diesem Jahr auf Grund von Corona nicht stattfinden. Warum war es Ihnen wichtig, dass die Ausbildungsmesse – wenn auch unter strengen Auflagen – trotzdem stattfindet?

Dieter Scholl: Der Staat fördert die Ausbildung in der Krise mit Prämien für Betriebe, die weiterhin ausbilden. In letzter Zeit gab es aber kaum Kontaktmöglichkeiten zwischen Schülern und Unternehmen. Es wurden fast keine Schnupperpraktika vergeben und Schüler und ihre Eltern konnten die Betriebe nicht besuchen und anschauen. Das wirkt sich auf die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge aus, denn die ist nach Angaben der IHK zurückgegangen und das, obwohl die Unternehmen dringend Auszubildende benötigen. Wir wollen also mit der Plattform Ausbildungsmesse die dringen benötigten Kontakte in der Region herstellen und so sowohl den Schülern als auch den Unternehmen helfen.

bayreuth4U: Denken Sie, dass die Corona-Krise langfristige Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt haben wird?

Scholl: Die Wirtschaft ist ständig im Wandel, einige Branchen erstarken, andere werden schwächer. Während momentan die Automobilzulieferer Probleme haben, boomen Branchen wie Pflege, Handwerk und der Bau. Das hat aber nichts mit Corona zu tun, sondern ist der normale Kreislauf. Wie sich das ganze in den nächsten zwei/drei Jahren entwickelt, ist schwer zu sagen.

bayreuth4U: Wie kann man auf der Messe besonders punkten?

Scholl: Wer sich auf die Messe vorbereitet, hat viele Vorteile. Man sollte sich vorab überlegen, mit welchen Unternehmen man sprechen will und auch einen Lebenslauf oder eine Bewerbung vorbereiten. Im persönlichen Gespräch kann man mit seinem Auftreten überzeugen und zum Beispiel Ausrutscher auf dem Zeugnis erklären. Das geht bei einer schriftlichen Bewerbung nicht.

bayreuth4U: Wer sollte die Messe besuchen?

Scholl: Grundsätzlich empfehle ich, die Messe zweimal zu besuchen. Einmal zwei Jahre vor dem Abschluss, um sich umzusehen, interessante Berufe zu entdecken und eventuell Praktika zu finden. Dann noch einmal im Jahr vor dem Abschluss. Hier kann man dann gezielt die Wunschunternehmen ansprechen und sich seinen Ausbildungs- oder Studienplatz sichern.

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Seit 19 Jahren organisiert Diplom-Kaufmann Dieter Scholl die Ausbildungs- und Studienmesse in der Oberfrankenhalle. Im Gespräch mit bayreuth4U erklärt er, warum gerade jetzt der Messe in der Oberfrankenhalle eine wichtige Funktion zukommt.

bayreuth4U: Viele Veranstaltungen konnten in diesem Jahr auf Grund von Corona nicht stattfinden. Warum war es Ihnen wichtig, dass die Ausbildungsmesse – wenn auch unter strengen Auflagen – trotzdem stattfindet?

Dieter Scholl: Der Staat fördert die Ausbildung in der Krise mit Prämien für Betriebe, die weiterhin ausbilden. In letzter Zeit gab es aber kaum Kontaktmöglichkeiten zwischen Schülern und Unternehmen. Es wurden fast keine Schnupperpraktika vergeben und Schüler und ihre Eltern konnten die Betriebe nicht besuchen und anschauen. Das wirkt sich auf die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge aus, denn die ist nach Angaben der IHK zurückgegangen und das, obwohl die Unternehmen dringend Auszubildende benötigen. Wir wollen also mit der Plattform Ausbildungsmesse die dringen benötigten Kontakte in der Region herstellen und so sowohl den Schülern als auch den Unternehmen helfen.

bayreuth4U: Denken Sie, dass die Corona-Krise langfristige Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt haben wird?

Scholl: Die Wirtschaft ist ständig im Wandel, einige Branchen erstarken, andere werden schwächer. Während momentan die Automobilzulieferer Probleme haben, boomen Branchen wie Pflege, Handwerk und der Bau. Das hat aber nichts mit Corona zu tun, sondern ist der normale Kreislauf. Wie sich das ganze in den nächsten zwei/drei Jahren entwickelt, ist schwer zu sagen.

bayreuth4U: Wie kann man auf der Messe besonders punkten?

Scholl: Wer sich auf die Messe vorbereitet, hat viele Vorteile. Man sollte sich vorab überlegen, mit welchen Unternehmen man sprechen will und auch einen Lebenslauf oder eine Bewerbung vorbereiten. Im persönlichen Gespräch kann man mit seinem Auftreten überzeugen und zum Beispiel Ausrutscher auf dem Zeugnis erklären. Das geht bei einer schriftlichen Bewerbung nicht.

bayreuth4U: Wer sollte die Messe besuchen?

Scholl: Grundsätzlich empfehle ich, die Messe zweimal zu besuchen. Einmal zwei Jahre vor dem Abschluss, um sich umzusehen, interessante Berufe zu entdecken und eventuell Praktika zu finden. Dann noch einmal im Jahr vor dem Abschluss. Hier kann man dann gezielt die Wunschunternehmen ansprechen und sich seinen Ausbildungs- oder Studienplatz sichern.

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