Drei Fragen an… Lena Etterer

In unserer Kurzinterview-Reihe sprechen wir mit betroffenen Bayreuther*innen über die aktuelle Situation. Heute mit Anna Lena Etterer-Burger, Leiterin der Ballettschule Lena Etterer

Wie geht es dir?
Soweit ok. Die Schließung meiner Ballettschule am 15.3. belastet mich sehr. Ich bin es als Ballettlehrerin nicht gewohnt „nichts zu tun“. Ich bin sehr aktiv, immer in Bewegung, mir fehlt meine Schule, meine Schülerinnen und Schüler. Mir fehlt der persönliche Kontakt, das Lachen der vielen Kinder. Die Gespräche mit den „Großen“.

Was machst du gerade?
Ich übe mich in Geduld und warte Tag für Tag auf Lockerungen, die endlich auch uns betreffen. In den vergangenen Wochen haben wir viele Unterrichtsvideos für unsere Schüler/innen gedreht, Wochenaufgaben gegeben. Weil wir aber noch immer keinen Öffnungstermin seitens der Regierung bekommen haben, leiten wir nun alles in die Wege, um den Unterricht live zu übertragen. Die technischen Voraussetzungen mussten erst geschaffen werden. Das wird spannend und ich bin mir sicher, auch sehr lustig.

Wie geht es weiter?
Ich hoffe auf baldige Öffnung, mit Vorgaben, welche wir auch umsetzen können. Die Schule wird vorbereitet, Kostüme werden repariert. Wir sind startklar, sollten wir öffnen dürfen. Ewig können wir nicht geschlossen bleiben. Denn, wenn wir privaten Ballettschulen sterben, dann fehlt der Nachwuchs bei den staatlichen Einrichtungen. Bei uns beginnt alles, wir wecken die Leidenschaft. Bei uns werden die ersten Ballettschritte gemacht.

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